ÖPNV-Beschleunigungsmaßnahmen für die STOAG, Oberhausen

Auftraggeber: STOAG, Oberhausen

Zur Steigerung der Attraktivität für die Fahrgäste hat die Stadtwerke Oberhausen AG, kurz STOAG, in den 1990er Jahren Maßnahmen zur Beschleunigung des ÖPNVs umgesetzt. Neben einer höheren Pünktlichkeit und optimierten Fahrzeiten sollte die Effizienz des ÖPNVs insgesamt verbessert werden.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Beschleunigungsprogrammes war die Ausrüstung von Lichtsignalanlagen mit neuen Controllern zu Beschleunigung des ÖPNVs an Knotenpunkten. Im Rahmen dieses Projektes sollte untersucht werden, ob die damals umgesetzten Maßnahmen ihre Ziele erreicht haben. In dem Zuge der Untersuchung konnten darüber hinaus Störungsstellen identifiziert werden und es wurden geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsablaufes entwickelt.

Im Rahmen des Projektes wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der STOAG, des Betriebsrates der STOAG und der Stadt Oberhausen gebildet. Durch die Beteiligung der verschiedenen Fachbereiche konnten in den Arbeitskreissitzungen die Störungsstellen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden und somit gangbare Lösungsansätze gefunden werden.

Mit Hilfe einer umfangreichen Befragung des Fahrpersonals konnten zahlreiche Störungsstellen identifiziert werden. Darüber hinaus wurden die Daten des Dynamischen Fahrgastinformationssystems ausgewertet und auf Verlustzeiten untersucht. Zur Untersuchung der Fahrzeiten auf der Straßenbahnlinie 112 wurde zusätzlich eine Fahrzeitmessung mit GPS-Loggern durchgeführt. Die gemessenen Fahrzeiten wurden mit den geplanten Fahrzeiten verglichen. So konnten Streckenabschnitte identifiziert werden, auf denen Fahrzeitverluste entstehen.

Durch die Überlagerung der Ergebnisse aus der Fahrzeitanalyse und der Befragung wurde eine Kategorisierung nach der Bedeutung der Störungsstellen vorgenommen.

Im nächsten Schritt wurden ausgewählte Störungsstellen hoher Priorität in einer mikroskopischen Betrachtung auf ihre Mängel untersucht. Aufbauend auf den Ergebnissen wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der konkrete Vorschläge zur Beschleunigung des ÖPNV in Oberhausen enthält. Die Maßnahmen wurden in den Jahren 2012 und 2013 umgesetzt, verkehrsrechtliche (Beschilderung, Markierung) und organisatorische (betriebliche) Maßnahmen haben im Busbereich eine bedeutende Rolle gespielt. Im Straßenbahnbereich wurden technische Lösungen favorisiert.

Auf die Umsetzung baulicher Maßnahmen ist verzichtet worden, da deren Nutzen in keinem Verhältnis zum Aufwand gestanden hätte.

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Jörn Janecke, Dipl.-Ing.

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